Nekropole Berlin - Neukölln 1945

»1945. Damit beginnt es – ein Foto.

Die Aufgabe, diese bedeutungsschwere Zahl auf einer simplen schwarz-weiss Fotografie festzuhalten, scheint zunächst einfach.

Schnell erledigt, kurz zu einer Kriegsgräberstätte, zwischen zwei Vorlesungen.

Doch dann trifft es einen. Die Zahl. Die Zahlen. Die Massen. 1945, 1945 und 1945. Persönlich, unpersönlich – anonym. Unvorbereitet. Ich rechne.

26 Jahre, der Mensch, der hier liegt, wurde so alt wie ich jetzt bin.

Viele, die ich hier finde, wurden nicht einmal so alt.

Die unzähligen Kriegsgräber, an denen ich mit blinden Augen vorbeigegangen bin. Berlin, die Nekropole.

Das Fotografieren macht mich sehr nachdenklich. Schärft mein Bewusstsein.

Ich schaue mir die Strassen an, die Gebäude, die Bäume, das heutige Berlin, das ich kenne. Ich bin dankbar.

1945. Das war das Ende.«

V.J., Masterstudentin, Beuth Hochschule für Technik Berlin

eine Kooperation

von Architektur-Masterklassen der Beuth Hochschule für Technik Berlin

mit

dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Landesverband Berlin

und

tvbmedia productions, Berlin