Erfahrungen

Mit zahlreichen Ortsbegehungen, Analysen und Diskussionen kamen die Studierenden zu dem Schluss, dass die »Bewohner des Jetzt« Kriegsgräberstätten als hermetisch geschlossene Orte auffassen, die lediglich im Rahmen ritueller Gedenkfeiern für einen kurzen Moment ins Bewusstsein rücken. Das ist an sich ein Widerspruch, denn Kriegstod ist auch im 21. Jahrhundert allgegenwärtig. Anonyme Massengräber finden sich nicht nur in Ruanda oder Bosnien, sondern mitten unter uns, auch in Neukölln.